Botanischer Garten
Die
Botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran haben sich das 2005 verliehene Gütesiegel „Schönste Gartenanlage Italiens“ redlich verdient, gäbe es zudem einen Preis für Vielfalt und Besonderheit der zu bewundernden Flora, so hätte dieser Garten in Meran ebenfalls gute Chancen. Auf gut zwölf Hektar Fläche kann der Besucher nämlich tatsächlich die „ganze Welt in einem Garten“ erleben – das besondere Klima der sonnenverwöhnten Kurstadt Meran macht’s möglich. Im wintermildesten Gebiet des deutschen Sprachraums gedeihen exotische Zierpflanzen der Mittelmeer-Regionen ebenso wie die genügsamen Pflanzen des Alpenraums. Als Ordnungsprinzip fungiert dabei das komplexe Zusammenspiel zwischen natürlicher Vegetation, Klima, Mensch und Standort.
Während sich im sogenannten Sonnengarten die mediterrane Pflanzenwelt mit Steineichen und Olivenbäumen präsentiert, treffen in den Waldgärten vornehmlich Gewächse aus Asien sowie Nord- und Südamerika aufeinander. Und das Wechselspiel zwischen Natur und Kultur erlebt man gleich zweimal auf beeindruckende Art und Weise: Die Terassen- und Wassergärten versammeln auf engstem Raum die formale italienische Manier und vom englischen Stil geprägte Stauden, vielfarbige Blütenrabatten und einen wild-romantischen Seerosenteich.
Ein Highlight, das auf ganz eigene Art die Verbindung von Natur und Kultur aufzeigt, sind die sommerlichen Gartennächte auf Schloss Trauttmansdorff. An fünf Abenden von Juni bis August ertönt vor natürlicher Kulisse unter freiem Himmel klassische Musik.
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